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Ankerzentrum bleibt: Stadtrat sagt Ja – BuB scheitert mit „Harte-Kante“-Änderungsantrag

Bamberg, heute. Die Entscheidung ist gefallen: Das Ankerzentrum in Bamberg-Ost bleibt. Der Stadtrat hat dem Verhandlungsergebnis zwischen Stadt und Freistaat zugestimmt. Damit ist der Weiterbetrieb…

Ankerzentrum bleibt: Stadtrat sagt Ja – BuB scheitert mit „Harte-Kante“-Änderungsantrag

Bamberg, heute. Die Entscheidung ist gefallen: Das Ankerzentrum in Bamberg-Ost bleibt. Der Stadtrat hat dem Verhandlungsergebnis zwischen Stadt und Freistaat zugestimmt. Damit ist der Weiterbetrieb auf 10 Jahre gesichert – und genau das bringt die Stadtgesellschaft schon seit Monaten auf Temperatur.

Ein sehr gutes Ergebnis

SPD Chef Kuntke sprach von einem guten, sogar von einem sehr guten Ergebnis für die Stadt Bamberg und lobte den SPD Oberbürgermeister für diese historische Entscheidung. Auch die GRÜNEN und die CSU Fraktion lobten die Stadt für das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Freistaat. Dem widersprach insbesondere Karin Einwag für die BuB sowie die Vertreter der AfD und VOLT.

Was jetzt gilt

Der Kern des beschlossenen Pakets: Der Freistaat kann das Gelände weiter nutzen, die Stadt soll Eigentumsperspektive bekommen und es gibt Begleitmaßnahmen für Bamberg-Ost. Beim Betrieb bleibt es bei einer regulären Kapazität und einer Ausnahme-Spanne nach oben. Außerdem sind Infrastruktur-Zusagen dabei, die im Umfeld des Ankerzentrums entlasten sollen.

BuB: „So wird Bamberg zum Vermieter ohne Miete“

Die BuB-Stadtratsfraktion wollte diesen Deal nicht einfach durchwinken. Sie brachte einen Änderungsantrag ein, der den Freistaat deutlich stärker in die Pflicht genommen hätte. Die Linie der BuB war klar: Wenn Bamberg Eigentümerin wird, dann dürfe der Freistaat nicht weiter faktisch „mietfrei“ auf kommunalem Grund agieren – und es brauche echte, messbare Entlastung.

Die BuB-Forderungen, die heute keine Mehrheit bekommen haben:

  • 1-Euro-Erwerb ab 01.01.2026: Stadt wird sofort Eigentümerin
  • Miete statt Null-Euro-Nutzung: 12 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche im Monat
  • Betriebskosten/Unterhalt komplett beim Freistaat
  • Harte Obergrenze: maximal 1.000 Plätze, ohne Ausnahmen
  • Flächenrückgabe: ab 31.12.2026 jedes Jahr 20 Prozent der Gesamtfläche zurück an die Stadt
  • Vertragsstrafe: 10.000 Euro pro Tag, wenn Flächen nicht pünktlich freigegeben werden
  • 100.000 Euro pro Jahr für Kita- und Schulintegration Minderjähriger
  • 5 Jahre maximale Förderung für dezentrale Unterbringung

BuB argumentierte sinngemäß: Nur mit Miete, klarer Deckelung und einem verbindlichen Rückgabe-Fahrplan werde aus „Weiter so“ endlich ein Plan mit Ziel.

Überraschung im Lager: CSU-Chef Prof. Seitz stimmt gegen Antrag der Stadt

Besonders pikant: CSU-Chef Prof. Seitz stimmte ebenfalls gegen den Stadtantrag und gegen die von Peter Neller geführte CSU Fraktion. Am Ende war die Mehrheit im Stadtrat aber klar: Grüne, SPD und die CSU-Fraktion stimmten für den Antrag der Stadt und die Verlängerung des ANkerzentrums um weitere 10 Jahre.

Wer dagegenhielt

Gegen die Mehrheitslinie standen heute vor allem BuB, Die Linke, Volt und die AfD. Inhaltlich aus unterschiedlichen Gründen – aber mit einem gemeinsamen Punkt: Viele Kritiker sehen im Weiterbetrieb (und erst recht in einer langen Bindung) ein Risiko für Akzeptanz, Sicherheitsempfinden und die Zukunft des Bamberger Ostens.

Und jetzt?

Die Stadt hat sich durchgesetzt, das Zentrum bleibt bestehen. Damit ist der BuB-Plan vom Tisch. Der beschlossene Weg gilt. Ob die Stadtratsmehrheit auch für die Stadtgesellschaft gesprochen hat, wird sich wohl auch am Ergebnis der bevorstehenden Stadtratswahl am 8.März 2026 ablesen lassen.

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