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BAMBERG-THRILLER UM DEN RATHAUS-SESSEL

CSU-HUML gegen GRÜNEN-JONAS? Bamberg rutscht in den heißen Wahlkampfmodus. Am 8. März 2026 wird bei der Kommunalwahl auch entschieden, wer ins OB-Rennen um den Chefsessel…

BAMBERG-THRILLER UM DEN RATHAUS-SESSEL

CSU-HUML gegen GRÜNEN-JONAS?

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Bamberg rutscht in den heißen Wahlkampfmodus. Am 8. März 2026 wird bei der Kommunalwahl auch entschieden, wer ins OB-Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht. Und vieles deutet darauf hin, dass am Ende ausgerechnet zwei Namen das Finale bestimmen könnten: Ex-Ministerin Melanie Huml (CSU) und Bambergs Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne).

NEUE INITIATIVE FÜR GLÜSENKAMP: „WIR FÜR JONAS“

Jetzt bekommt Jonas Glüsenkamp Rückenwind von außen: In Bamberg hat sich eine „überparteiliche Wahlinitiative“ gegründet, die ihn im OB-Wahlkampf unterstützen will. Laut den Initiatoren kommen Unterstützerinnen und Unterstützer aus Wirtschaft, Kultur, Ehrenamt, Wissenschaft und weiteren Bereichen. Der Tenor: mehr sachorientierte, verbindende Stadtpolitik. Brisant: Der Kandidat der Grünen wird dabei ausdrücklich als jemand beschrieben, der „überparteilich und pragmatisch“ auftrete und die Verwaltung stabilisiert habe. Genau dieses Bild will Glüsenkamp im Wahlkampf sichtbar machen. Jonas Glüsenkamp hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf als 2. Bürgermeister erarbeitet.

AUF DER ANDEREN SEITE: HUML, „DIE FAVORITIN“

Bei der CSU steht längst fest: Melanie Huml tritt an. Die ehemalige bayerische Ministerin hat ihre Kandidatur bekannt gemacht, die CSU Bamberg hat sie später offiziell nominiert. Melanie Huml will das bürgerliche Lager vereinen und die bisherige Rathausmehrheit aus GRÜNEN/SPD beenden. Huml bringt zwei Dinge mit, die in Stichwahl-Szenarien oft entscheidend sind: hohe Bekanntheit und ein breites Netzwerk weit über Bamberg hinaus. Zudem gilt die Stadt Bamberg eher als konservativ. Was Melanie Huml in die Karten spielt: Im Vergleich zu den letzten Kommunalwahlen spielt der Klimaschutz für die Wahlentscheidung bei der Kommunalwahl eine deutlich geringere Rolle als noch 2020. Ihre größte Herausforderung: Die CSU in Bamberg wird seit vielen Jahren durch öffentlich ausgetragene parteiinterne Streitigkeiten belastet. Ein Teil der CSU Fraktion soll bereits für eine Super-Gro-Ko aus CSU/SPD/GRÜNE werben, was Melanie Huml im Falle einer Stichwahl die entscheidenden Stimmen aus dem bürgerlichen Lager kosten könnte.

WARUM VIELE MIT GENAU DIESER STICHWAHL RECHNEN

„Politische Beobachter“ sprechen in Bamberg schon länger darüber, dass es am Ende auf Huml vs. Glüsenkamp hinauslaufen könnte. Der Hintergrund ist simpel:

  1. Glüsenkamp kann Stichwahl. Er stand 2020 schon in der OB-Stichwahl und holte dort 40,7 Prozent. Amtlich belegt.
  2. Huml bündelt bürgerliche Stimmen. Genau da wird es strategisch: Kleinere Gruppen wollen das Feld nicht zusätzlich zersplittern.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt für die Dynamik in Bamberg:

BBB verzichtet

Der Bamberger Bürgerblock (BBB) hat sich laut Berichten entschieden, auf einen eigenen OB-Kandidaten zu verzichten. Begründung: weniger Zersplitterung.

AfD ohne OB-Kandidat

Auch die Alternative für Deutschland (AfD) wird auf die Nominierung eines eigenen OB-Kandidaten verzichten und lediglich für den Stadtrat antreten.

BuB signalisiert Unterstützung für Huml

Die BuB (Bambergs unabhängige Bürger) hat keinen eigenen OB-Kandidaten aufgestellt, um die Chancen eines gemeinsamen bürgerlichen Kandidaten nicht zu schmälern und signalisiert Unterstützung für Huml.

Heißt übersetzt: Wenn AfD, BBB und BuB nicht selbst antreten, wird das Rennen für die „großen“ Kandidaten noch stärker zugespitzt.

ABER: DAS FELD IST GRÖSSER

Ganz ehrlich: Bamberg ist nicht nur ein Zweikampf. Neben Huml und Glüsenkamp sind weitere Kandidaturen bekannt, darunter u. a. BM-Stadtrat und Unternehmer Jürgen Weichlein, SPD-Kandidat und Gärtner Sebastian Niedermaier, sowie die Lehrerin Claudia John für die Freie Wähler und Bewerber von FDP, Volt, Linke. Weitere Kandidaten sind nicht ausgeschlossen.

Trotzdem gilt in Bamberg wie fast überall: In die Stichwahl kommen meistens die beiden, die am breitesten mobilisieren. Und genau deshalb schauen gerade viele auf Huml und Glüsenkamp.

WANN WIRD’S RICHTIG ERNST?

Wahltag ist Sonntag, 8. März 2026. Wenn niemand im ersten Durchgang die absolute Mehrheit schafft, ist die Stichwahl zwei Wochen später, am 22. März 2026.

BLICK IN STADT UND LANDKREIS: ÜBERALL WECHSELSTIMMUNG

Neben der Stadtpolitik brodelt es auch im Umland: Im Raum Bamberg wird die Kommunalwahl 2026 vielerorts als Richtungswahl gesehen, weil es nicht nur um den Stadtrat geht, sondern in der Region auch personelle Weichenstellungen anstehen. Allerdings – und das ist der Unterschied zur Stadt Bamberg: Im Landkreis scheint die Wahl des CSU-Kandidaten Johannes Maciejonczyk als sicher. Und so startet Bamberg in einen Wahlkampf, der schon jetzt nach einem echten Finale aussieht.

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