Am 17. Juli 2026 um 07:00 Uhr wird der Neubau der Brücke über die B 505 zwischen Bamberg und Strullendorf beginnen. Nach den bereits durchgeführten Gründungsarbeiten stehen nun der Bau der Widerlager und Pfeiler an. Während die Stahlbetonarbeiten an den Unterbauten fortschreiten, startet im Fertigungswerk die Produktion der Stahlbausegmente für den Überbau der Brücke. Diese Segmente werden anschließend per Schwertransport zur Baustelle geliefert und dort montiert, wie das Staatliche Bauamt Bamberg mitteilt.
Die Arbeiten an der B 505 werden den Verkehr nicht beeinträchtigen. Der Neubau der Brücke im Rahmen der B 22 über die B 505 erfolgt als Ersatzneubau, um die Verbindung zwischen B 22 und St2244 wiederherzustellen und die Anbindung an die Anschlussstelle Bamberg-Süd der A73 zu gewährleisten. Der Neubau soll eine kreuzungsfreie Verkehrsführung ermöglichen und die Leistungsfähigkeit des überregionalen Straßennetzes verbessern. Angesichts der hohen Verkehrsbedeutung der B 505, die eine Verbindung zwischen den Autobahnen A73 und A3 sowie der B22 darstellt, ist eine robuste und zukunftssichere Konstruktion erforderlich.
Um die Bauzeit zu verkürzen, wurde die Geometrie des neuen Bauwerks angepasst. Die Brücke wird aus vier statt fünf Feldern bestehen und es werden Betonfertigteile eingesetzt, was die Bauzeit insgesamt beschleunigen soll. Das Ziel ist, den Bau des neuen Brückenbauwerks innerhalb von 18 Monaten abzuschließen.
Die Bauarbeiten stehen jedoch vor Herausforderungen. Der Verkehr auf der B 505 soll während der gesamten Bauzeit weitestgehend aufrechterhalten werden, was verschiedene Verkehrsszenarien in den unterschiedlichen Bauphasen erfordert. Diese werden rechtzeitig kommuniziert. Das Brückenbauwerk befindet sich im Bannwald- und Trinkwasserschutzgebiet der Stadt Bamberg, was besondere Auflagen mit sich bringt. So ist beispielsweise ein spezielles Tankstellenkonzept für die Baustellenfahrzeuge notwendig.
Zusätzlich muss das Oberflächenwasser durch spezielle Behandlungsanlagen gefiltert und aufbereitet werden, bevor es in den Sendelbach geleitet wird. Auch für den Schutz von Flora und Fauna wurden vor Beginn der Maßnahme umfangreiche Ausgleichs- und Retentionsflächen angelegt und gestaltet.
Vertreter des Staatlichen Bauamtes Bamberg, der Regierung von Oberfranken, der Stadt Bamberg sowie der Bürgermeister von Strullendorf haben sich in einem gemeinsamen Ortstermin über den Baubeginn des neuen Brückenbauwerks informiert.
Daten und Fakten zur neuen Brücke: Gesamtlänge: 136 m, Breite: 12,10 m, Brückenfläche: 1.645 m².
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Quellen: radio-bamberg
Bildquelle: Quelle: Foto: Wim van ‚t Einde