Der Bamberger Weg: Bamberg setzt auf Chancen für die Innenstadt
Der Bamberger Stadtrat hat ein klares Signal für die Zukunft der Innenstadt gesetzt: Mit der neuen „Chancen-Verordnung“ zur Umsetzung des Bayerischen Ladenschlussgesetzes (BayLadSchlG) schafft Bamberg zusätzliche Anreize für mehr Leben, Frequenz und Attraktivität in der City. Der Beschluss gilt zunächst bis Ende 2026 und wird bereits jetzt als „Bamberger Weg“ bekannt.
Besonders Klaus Stieringer, Präsident des Berufsverbands City- und Stadtmarketing AKCS und Geschäftsführer von Stadtmarketing Bamberg, begrüßt die Entscheidung: ‚Der Bamberger Weg zeigt, wie Kommunen Chancen aktiv nutzen können.‘
Kern der neuen Regelung sind acht lange Einkaufsnächte und zwei verkaufsoffene Sonntage, die allen Händlerinnen und Händlern im Stadtgebiet offenstehen. Damit reagiert Bamberg auf die Herausforderungen sinkender Kundenfrequenzen, peripherer Gewerbegebiete und den immer stärker wachsenden Onlinehandel.
Acht lange Einkaufsnächte für ganz Bamberg
Besonders die beliebten langen Einkaufsnächte werden ausgeweitet. Künftig können Bamberger Geschäfte an allen vier Adventssamstagen bis Mitternacht öffnen. Zusätzlich gibt es im Jahr 2026 vier weitere Termine – jeweils am ersten Donnerstag der Monate März bis Juli. Damit knüpft die Stadt an die Tradition der „langen Donnerstage“ an, die vielen Kundinnen und Kunden noch in Erinnerung ist.
Für den Einzelhandel bedeutet das: mehr Flexibilität, mehr Gestaltungsmöglichkeiten und die Chance, die Innenstadt auch abends erlebbar zu machen. Für Besucherinnen und Besucher heißt es: Einkaufen, Flanieren und Genießen in stimmungsvoller Atmosphäre.
„Für Händlerinnen und Händler bedeutet das mehr Spielraum, um Kundschaft zu gewinnen. Für die Bürgerinnen und Bürger sind die langen Einkaufsnächte ein echtes Erlebnis“, erklärt Stieringer.
Zwei verkaufsoffene Sonntage mit besonderem Anlass
Ein weiterer Kernpunkt: Künftig wird es zwei verkaufsoffene Sonntage geben.
- Am 1. Adventssonntag (sofern dieser in den November fällt) öffnen die Geschäfte im Rahmen des Weihnachtsmarktes.
- Ein zweiter verkaufsoffener Sonntag findet während des Straßen- und Varietéfestivals „Bamberg zaubert“ statt.
Besonders erfreulich: Auch Händler im Sandgebiet können teilnehmen – ein deutlich erweiterter Geltungsbereich, der das Bamberger Welterbe noch stärker einbezieht.
Touristische Öffnungen im Welterbegebiet
Neben Sonntagsöffnungen für besondere Anlässe erlaubt die neue Verordnung auch die Abgabe von Tourismusbedarf an bis zu 40 Sonntagen im Jahr. Das umfasst Souvenirs, Zeitungen, Schnittblumen oder Genussmittel zum Sofortverzehr – ein klares Plus für die vielen Tages- und Übernachtungsgäste in Bamberg.
Positive Signale für Handel und Besucher
Die Stadt Bamberg betont: Teilnahme ist freiwillig. Kein Betrieb wird zur Öffnung verpflichtet – doch die Möglichkeiten sind geschaffen, um die Innenstadt attraktiver zu machen und Händlerinnen wie Kundschaft mehr Spielraum zu geben.
Oberbürgermeister Andreas Starke und die Wirtschaftsförderung sehen den „Bamberger Weg“ als Pilotprojekt: Ende 2026 wird eine Evaluation zeigen, welche Erfahrungen gesammelt wurden und ob Anpassungen notwendig sind.
Bamberg als Vorreiter in Bayern
Mit dieser Entscheidung setzt Bamberg ein Ausrufezeichen in Bayern. Während viele Städte noch über die Umsetzung des neuen BayLadSchlG diskutieren, nutzt Bamberg die Chancen bereits jetzt konsequent.
Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das: mehr Erlebnis, mehr Veranstaltungen, mehr Zeit zum Einkaufen. Für die Händler bedeutet es: mehr Frequenz, mehr Sichtbarkeit und ein positives Signal in schwierigen Zeiten.
Fazit
Der „Bamberger Weg“ ist ein mutiger und zugleich pragmatischer Schritt. Acht lange Einkaufsnächte, zwei verkaufsoffene Sonntage und erweiterte Öffnungsmöglichkeiten im Welterbegebiet – all das stärkt die Attraktivität der Bamberger Innenstadt und macht sie zukunftsfähig.
Bamberg zeigt: Mit Kooperation und Mut lassen sich Chancen nutzen. Ein echtes Vorbild für andere bayerische Städte.
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