Bamberg feiert seine Pokalhelden
Es war ein Empfang, wie ihn Bamberg nur den ganz Großen bereitet: Nach dem Pokal-Erfolg beim TOP FOUR wurden die Bamberg Baskets im Rathaus am Maxplatz gefeiert – mit warmen Worten, viel Stolz und einem Moment, der bleibt. Höhepunkt des Termins: Der Eintrag der Mannschaft ins Goldene Sportbuch der Stadt Bamberg.
Oberbürgermeister Andreas Starke gratulierte dem Team im Sitzungssaal mit deutlich spürbarer Begeisterung. „Sie zeigten großen Team- und Sportsgeist und Vorbildcharakter. Nie aufgeben lautet die Devise!“ sagte er und verband den Glückwunsch mit einem Wunsch für die nächsten Wochen: Der Weg möge nun auch in der Liga weiter nach oben führen – am besten bis in die Playoffs.
„Das war ein starkes Zeichen“
Starke betonte, der Pokal sei „absolut verdient“ gewonnen worden. Besonders beeindruckt habe ihn ein Bild von der Siegerehrung im SAP Garden in München: Cheftrainer Anton Gavel trat gemeinsam mit seinen Assistenztrainern Arne Woltmann und Stefan Weissenböck auf. Für Starke ein klares Signal: Hier steht nicht nur eine Mannschaft, sondern ein funktionierendes Trainerteam. „Das war ein starkes Zeichen“, so der OB.
Natürlich ging auch der Blick auf die Spieler. Ein Sonderlob bekam Demarcus Demonia, der als wertvollster Spieler des Finales ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig machte Starke deutlich: Ein Titel hat viele Gesichter. Er dankte Philipp Höhne, Geschäftsführer der Bamberg Baskets, der „schon viele Höhen und Tiefen“ begleitet habe. Als weitere tragende Säulen nannte er die Gesellschafter Stefan und Verena Schraner, die Sponsoren – und vor allem die Fans.
Laut, treu, bambergtypisch
Bamberg wäre nicht Bamberg, wenn bei einem Erfolg nicht auch die Fans erwähnt würden. Starke hob die Fanclubs ausdrücklich hervor: Faszination Bamberg Basketball e.V. (Vorstand Marco Bolz), Freak City Franken Power (Marc Berge) und die Sektion Südblock (Lukas Winkler). Sein Urteil aus München: „Mit Freak City waren die lautesten Fans im SAP Garden.“ Auch Matthias „Stego“ Steger, der seit Jahren die Spiele in der Brose Arena moderiert, durfte in der Aufzählung nicht fehlen. Und selbst Grüße von Michael Stoschek, dem langjährigen Brose-Gesellschafter und früheren Hauptsponsor, übermittelte der Oberbürgermeister: „Auch durch ihn stehen wir heute hier.“
„Kein Sieg ist so süß wie gegen Bayern München“
Starke, bekennender Basketballfan, ließ es sich nicht nehmen, das Finale noch einmal in Bildern aufzurufen. Besonders der Halbfinal-Kracher gegen den FC Bayern hatte sich eingebrannt: 97:103 nach Verlängerung. In der Overtime „Bayern München 20 Punkte einzuschenken“, nannte er eine „großartige Leistung“. Und dann kam der Satz, der im Raum sofort für Grinsen sorgte: „Kein Sieg ist so süß wie der gegen Bayern München.“
Mit einem Augenzwinkern lieferte er gleich noch „Lernpunkte“ aus dem Finale: Rebounds seien offenbar „nicht so wichtig“ – und es reiche, wenn „nur die Hälfte der Freiwürfe“ falle. Doch das Extra-Lob meinte er todernst, vor allem in Richtung Coach: „Anton hat jeden Spieler besser gemacht – herzlichen Glückwunsch!“
Der Pokalweg: Schwergewichte bezwungen
Beim TOP FOUR in München warteten die ganz dicken Bretter: Bayern München, zu diesem Zeitpunkt Ligaspitze, und Alba Berlin, als einer der Top-Konkurrenten. Nach dem Halbfinal-Coup gegen Bayern folgte am Sonntag das 74:72 gegen Alba Berlin. Rund 1.000 Bamberger Fans waren mitgereist, am Ende wurde der Pokal unter großem Jubel entgegengenommen – und die Stadt schrieb ein weiteres Kapitel in ihrer Basketballgeschichte.
Fotonachweis: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth