Der „Tag des offenen Denkmals“ zieht viele Neugierige an.
Unter dem diesjährigen bundesweiten Motto des Tags des offenen Denkmals „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ öffneten am Sonntag, 14.09.2025, neun Denkmäler in der Stadt Bamberg ihre Türen.
Der Tag fand seinen Auftakt mit der Einweihung des Musikpavillons am Wilde-Rose-Keller. Das im 19. Jahrhundert errichtete Bauwerk wurde nach 150 Jahren saniert. Es erhielt zwischen Februar und August 2025 eine denkmalgerechte Restaurierung. Nicht nur wurde der Fundamentrücken durch eine unterirdische Abfangkonstruktion stabilisiert, sondern auch beschädigte Fachwerkwände und zahlreiche weitere Zierteile wurden originalgetreu ersetzt. Oberbürgermeister Andreas Starke dankte in seinem Grußwort allen Fördermittelgebern für den „wunderbaren Beitrag für die Denkmäler unserer Stadt“. Er betonte, dass die Einweihung pünktlich zum Tag des offenen Denkmals eine wichtige Rolle für die Stadt spielt. Denn gerade „in einer Welterbestadt mit sehr vielen Einzeldenkmälern ist das Interesse natürlich besonders groß“. Auch Andrea Konrad, Inhaberin des Wilde-Rose-Kellers zeigte sich dankbar für die gelungene Zusammenarbeit: „Heute steht der Musikpavillon wieder da wie 1873: als architektonisches Schmuckstück, Bühne des städtischen Lebens und Symbol Bamberger Festkultur.“
Nach der Einweihung, konnte beim Weißwurstfrühschoppen mit musikalischer Begleitung von TaBrassCo mehr über die Sanierung in Erfahrung gebracht werden. Das Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz beantwortete außerdem weitere Fragen zum Thema „Musikpavillons in Bamberg“ am angebotenen Infostand.
Im Laufe des Tages veranstaltete unter anderem das Immobilienmanagement der Stadt Bamberg Denkmalbesichtigungen. Zwei fanden im Rathaus Maxplatz sowie am ehemaligen Schlachthof statt. Die Nachfrage für das ehemalige Kloster St. Michael war groß, die Wiedereröffnung der Kirche ist im Jahr 2026 vorgesehen. Das Interesse war so groß, dass die Führung drei Mal angeboten wurde.
Bei den Rathausbesichtigungen führte Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner durch das Büro des Oberbürgermeisters, die Bibliothek, den Sitzungssaal und weitere ausgewählte Räumlichkeiten. Am ehemaligen Schlachthof wurde, mit Unterstützung des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, beispielsweise das Torhaus, das Direktionsgebäude und der Maschinenraum besichtigt. Im Rahmen der Führung am Kloster Michaelsberg wurden einige Räumlichkeiten im Konventgebäude gezeigt. Ebenso wurden einzelne Bereiche der Außenanlagen (Kreuzgarten) der ehemaligen Klosteranlage gezeigt. Die Führungen wurden vom Stiftungsmanagement und vom Immobilienmanagement begleitet und waren restlos ausgebucht.
Auch die anderen offenen Denkmäler in der Stadt erfreuten sich großer Beliebtheit. Dazu zählten die Freimaurerloge in der Franz-Ludwig-Straße 16 und das Haus zum Kranich mit der ehemaligen Disco „Downstairs“ in der Langen Straße 16. Weitere Highlights waren das Wohnhaus in der Wunderburg 9, der historische Karpfenweiher am Michelsberg und der Musikpavillon am Hain. An Letzterem konnte beispielsweise die 110-jährige Geschichte des Denkmals bestaunt werden. Dies geschah mit Hilfe einer Fotoschau. Besonders die Tanzperformance von Tango y más fand bei den rund 120 Besucherinnen und Besuchern Anklang.
Info
Der „Tag des offenen Denkmals“ findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Der Aktionstag wird bundesweit koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD). Der Tag wird vor Ort von unzähligen Veranstaltenden gestaltet. Dazu gehören Denkmaleigentümer, Vereine und Initiativen, bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern. Leitidee des Tags des offenen Denkmals ist es, einmal im Jahr historische Gebäude und Orte für die Öffentlichkeit zu öffnen. Diese sind sonst nicht oder nur teilweise zugänglich.
Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der DSD https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/
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