Winterliches „Schulchaos“ in Bamberg: FDP fordert besseren Informationsfluss und runden Tisch
Bamberg, Montag, 26. Januar 2026. Nach dem Wintereinbruch und der unklaren Lage rund um den Schulbetrieb sieht der FDP-Oberbürgermeisterkandidat Ralf Stöcklein dringenden Handlungsbedarf bei der Kommunikation zwischen Stadtwerken, Winterdienst und dem Entscheidungsgremium für Schulausfälle. Eltern, Schülerinnen und Schüler seien in solchen Situationen auf schnelle und verlässliche Informationen angewiesen.
Stöcklein kritisiert vor allem den Informationsfluss, wenn Busse witterungsbedingt nicht fahren können, die Frage des Präsenzunterrichts aber zunächst offen bleibt. Sein Vorschlag: Die Stadtwerke sollten die lokale Koordinierungsgruppe „Witterung/Schulausfall“ umgehend informieren, sobald klar ist, dass der Busverkehr nicht möglich ist. „Wenn die Stadtwerke die Koordinierungsgruppe sofort informieren, kann diese unmittelbar entscheiden, dass kein Präsenzunterricht stattfindet“, so Stöcklein. Die Information könne dann zeitnah über etablierte Kanäle wie Radio an die Familien weitergegeben werden.
Aus Sicht des FDP-Kandidaten ist nicht das Fehlen eines Gremiums das Problem, sondern die Geschwindigkeit, mit der entscheidungsrelevante Fakten dort ankommen. Gerade bei winterlichen Extremwetterlagen brauche es klare Entscheidungen, damit Familien nicht im Ungewissen bleiben und morgens zwischen Betreuung, Arbeitsweg und Schulpflicht improvisieren müssen.
Um solche Situationen künftig zu vermeiden, fordert Stöcklein einen runden Tisch unter Federführung des staatlichen Schulamtes. Daran beteiligt sein sollen neben dem Schulamt auch die Stadtwerke sowie die für den Winterdienst Verantwortlichen. Ziel: feste Abläufe, klare Zuständigkeiten und ein schneller, einheitlicher Informationsweg, der im Zweifel binnen Minuten funktioniert. Stöcklein verweist dabei auf Beispiele aus Nachbarlandkreisen in Unterfranken, wo vergleichbare Abläufe aus seiner Sicht bereits reibungsloser laufen.
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