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Vorbildliches Engagement für Toleranz und gegen Antisemitismus

Amtszeit von Patrick Nitzsche endet nach vier Jahren Bamberg war 2022 die erste Kommune in Deutschland, die einen Antisemitismusbeauftragten einsetzte. Dieses Ehrenamt hat Patrick Nitzsche…

Vorbildliches Engagement für Toleranz und gegen Antisemitismus

Amtszeit von Patrick Nitzsche endet nach vier Jahren

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Bamberg war 2022 die erste Kommune in Deutschland, die einen Antisemitismusbeauftragten einsetzte. Dieses Ehrenamt hat Patrick Nitzsche in den vergangenen vier Jahren mit viel Energie, Verantwortungsbewusstsein und echter Überzeugung ausgefüllt. Nun endet seine Amtszeit. Der Grund ist ein sehr nachvollziehbarer: Nitzsche will sich künftig ganz auf seine Arbeit als Lehrer an einer Mittelschule konzentrieren. Die ehrenamtliche Position soll erneut über ein Auswahlverfahren vergeben werden.

Bei seiner offiziellen Verabschiedung im Rathaus würdigte Oberbürgermeister Andreas Starke besonders Nitzsches Bildungsarbeit. Beispielhaft nannte er einen Projekttag zu Judentum und Antisemitismus für alle Klassen am Theresianum. Auch an weiteren Schulen, etwa am Dientzenhofer-Gymnasium und an der Berufsschule III, setzte Nitzsche Impulse, um Jugendliche für antisemitische Strömungen zu sensibilisieren. Starke betonte: Nitzsche habe sich „vorbildlich in Bildungs-, Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit engagiert, um gegen Judenhass, gegen Extremismus und gegen Gleichgültigkeit vorzugehen“.

Ein starkes Zeichen setzte er zudem im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2022. Im Gemeindesaal der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg entstand gemeinsam mit jüdischen, christlichen und muslimischen Kindern ein Raum der Begegnung und des Respekts. Workshops, unter anderem für angehende Lehrkräfte, zielten darauf ab, Antisemitismus früh zu erkennen und ihm klar entgegenzutreten.

Auch darüber hinaus war Patrick Nitzsche ein verlässlicher Partner bei Gedenkveranstaltungen, Referent bei Workshops und Vorträgen und Mitwirkender zahlreicher Projekte. So beteiligte er sich 2024 an „Faces for their names“, unter anderem in der Villa Dessauer. Dieses Projekt hält die Erinnerung an die Opfer des Holocaust wach. Oberbürgermeister Starke unterstrich dabei: „Es muss unser aller Ziel sein, dass Juden in Deutschland ihre Religion frei ausüben können.“

Zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp dankte zudem ausdrücklich den beiden jüdischen Gemeinden in Bamberg für ihre Unterstützung und ihre ständige Gesprächsbereitschaft. Dem scheidenden Beauftragten bescheinigte er „außerordentlich viel Herzblut“. Außerdem machte er deutlich: „Die Messlatte für die Nachfolge liegt hoch.“

Fotonachweis: Stadt Bamberg, Sonja Seufferth

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