Seit über 250 Tagen ist der US-Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ nun im Einsatz, und die alarmierenden Berichte über die Lebensbedingungen an Bord haben sowohl Angehörige als auch Politiker in Sorge versetzt. Die Besatzung sieht sich mit gravierenden Herausforderungen konfrontiert, wie etwa unzureichender Essensversorgung, defekten Sanitäranlagen und erheblichem psychischem Druck.
Senator Richard Blumenthal hat sich in einem Schreiben an Verteidigungsminister Pete Hegseth eindringlich um Aufklärung gebeten. Darin wird festgestellt, dass das Schiff seit mehr als 250 Tagen im Einsatz ist und in dieser Zeit über 200 Tage keinen Hafen angelaufen hat.
Auch Senator Ruben Gallego hat eine unabhängige Untersuchung gefordert. Er bezeichnete die Berichte über Besatzungsmitglieder, die mit Selbstmord drohen, als alarmierend. Laut der „Navy Times“ gab es in letzter Zeit mehrere Suizidversuche auf dem Schiff. Weitere besorgniserregende Zustände umfassen verschimmelte Duschen, unregelmäßiges warmes Wasser, rationierte Mahlzeiten, defekte Toiletten und überlange Arbeitszeiten von 12 bis 16 Stunden ohne freien Tag.
Bei einer Townhall-Veranstaltung in San Diego haben Angehörige der Besatzung ihrem Unmut über die Missstände Luft gemacht. Eine Ehefrau berichtete, dass ihr Mann ihr gesagt habe, er hoffe, am nächsten Tag nicht mehr aufzuwachen, was den enormen psychischen Druck verdeutlicht, dem die Besatzungsmitglieder ausgesetzt sind.
Die „USS Abraham Lincoln“ verließ am 21. November 2025 den Hafen von San Diego, um im Südchinesischen Meer zu operieren. Kurz darauf wurde das Schiff in eine Krisenregion umgeleitet, bevor die US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar 2026 begannen. Auf Anfragen zu den Vorwürfen reagierte die US-Armee bislang nicht.
Laut Berichten der „Stars and Stripes“ bereitet die US Navy bereits einen anderen Flugzeugträger als Ablösung vor. Wann genau die „USS Theodore Roosevelt“ die „USS Abraham Lincoln“ ablösen wird, steht jedoch noch nicht fest.
Quellen: n-tv, Tagesspiegel
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