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Wir machen uns Sorgen – Kriegsführung der israelischen Regierung nicht länger als hinnehmbar

Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB) hat die Pressemitteilung der Integrationsbeiräte Bayerns weitergeleitet. Darin heißt es: Wir machen uns Sorgen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen…

Wir machen uns Sorgen – Kriegsführung der israelischen Regierung nicht länger als hinnehmbar

Der Migrantinnen- und Migrantenbeirat der Stadt Bamberg (MiB) hat die Pressemitteilung der Integrationsbeiräte Bayerns weitergeleitet. Darin heißt es:
Wir machen uns Sorgen. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die öffentliche Diskussion hier in Deutschland spalten unsere Gesellschaft.

Die Integrationsbeiräte Bayerns verurteilten und verurteilen den brutalen und menschenverachtenden Überfall der terroristischen Gruppe Hamas am 7. Oktober 2023.

Bei allem Respekt vor dem Recht Israels, sich zu verteidigen, sehen wir die Kriegsführung der israelischen Regierung nicht länger als hinnehmbar.

Wir solidarisieren uns mit allen zivilgesellschaftlichen Bewegungen weltweit. Diese Bewegungen setzen sich für ein sofortiges Ende der Gewalt ein. Zudem wird dringend benötigte humanitäre Hilfe für betroffene Menschen gefordert. 

Der anhaltende Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung ist geprägt von einem hohen Maß an zivilen Opfern und katastrophalen humanitären Folgen. Die sehr hohen Opferzahlen in der Zivilbevölkerung, gerade unter Kindern und Frauen, müssen erkannt werden. Angriffe auf medizinisches Personal und auf Journalist*innen, zerstörte Infrastruktur wie Schulen und Krankenhäuser, verursachen unendliches Leid. Auch die Blockade der Hilfs- und Nahrungsmittel führt zu Schmerzen bei vielen Menschen weltweit und bei uns.

Auch das Leid der Geiseln und ihrer Familien dauert an und macht uns betroffen.

Viele Migrant*innen mit familiären Beziehungen auf beiden Seiten im Nahen Osten fühlen sich mit diesem Schmerz allein gelassen. Jüdinnen und Juden sind mit einem wachsenden Antisemitismus konfrontiert und antimuslimischer Rassismus wächst ebenfalls erheblich.

Wir erkennen die besondere deutsche Verantwortung für das jüdische Leben an und setzen uns gegen Antisemitismus ein. Gleichzeitig vermissen viele Menschen, insbesondere mit muslimischem Hintergrund, eine öffentliche Solidarität von demokratischen Kräften. Zudem fehlt die Möglichkeit, jenseits zweifelhafter Demonstrationen oder Veranstaltungen, ihre Gefühle und Meinungen zu äußern.

Abgesehen davon, dass wir zur Einhaltung von Menschenrechten und des Völkerrechts mahnen wollen, sehen wir eine Gefahr: Menschen können ihr Vertrauen in die Demokratie verlieren. Gerade junge Menschen, alleingelassen mit ihrer Trauer, Wut und erlebter Alltagsausgrenzung, sind gefährdet. Sie können eine leichte Beute von extremistischen, terroristischen Gruppen werden und sich zu radikalisieren.

AGABY als Dachverband der Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns setzt sich für Frieden, Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde ein. Der Krieg im Gazastreifen verursacht unermessliches Leid. Auch eine humanitäre Katastrophe mit anschließender Flucht und Migration wird dadurch ausgelöst. Dies darf nicht ignoriert werden.

Wir appellieren an die Verantwortung unserer Regierung, beginnend auf kommunaler Ebene. Sie soll sich aktiv für eine Politik des Dialogs, der Verständigung und der Gerechtigkeit einsetzen. Dabei sollten in ihren Äußerungen die gesamte Bevölkerung einbezogen werden.  Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus oder andere Formen des Rassismus dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen offene und respektvolle Dialoge, Raum für differenzierte Perspektiven und konstruktive Lösungsansätze.

Denn das ist die Grundlage für Zusammenhalt in unserer vielfältigen Gesellschaft.

Hier die Pressemitteilung: https://www.agaby.de/fileadmin/redaktion/Pressemitteilungen/2025/07_PM_AGABY_Gaza.pdf

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