Ein 6-Jähriger, der am Mittwochnachmittag beim Spielen am Rheinufer in Duisburg-Asterlagen von der Strömung erfasst worden war, ist tot. Taucher der Feuerwehr entdeckten den leblosen Körper Donnerstagnacht gegen 2 Uhr rund zwei Kilometer flussabwärts bei Walsum.
Sekunden-Drama am Ufer
Augenzeugen hatten gesehen, wie der Junge plötzlich ins Wasser rutschte und im trüben Strom verschwand. Sofort alarmierten Rettungskräfte leiteten eine groß angelegte Suche mit Booten, Tauchern, Drohnen und einem Polizeihubschrauber ein.
Marathon-Suche bei Nacht
Bis zu 120 Helfer von Feuerwehr, DLRG und THW kämpften gegen Strömung und schlechte Sichtbedingungen. In der Abenddämmerung wurde die Aktion ausgeweitet, da Taucher unter Wasser kaum mehr Sicht hatten.
Trauriges Ende
Gegen 02:00 Uhr bestätigte die Polizei, dass eine Leiche in einem Altwasserarm geborgen wurde. Eine Obduktion soll heute die Identität endgültig klären, doch die Beamten gehen „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass es sich um den vermissten Sechsjährigen handelt.
Ermittlungen und Warnung
Die Kripo ermittelt, wie es zu dem Unglück kam. Nach ersten Erkenntnissen spielte der Junge ohne Aufsicht am Böschungsrand. Die Behörden appellieren eindringlich, Kinder am Rhein nie unbeobachtet zu lassen: Die Strömung kann selbst geübte Schwimmer mitreißen, Untiefen ändern sich ständig.
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