Lungenkrebsfrüherkennung für starke Raucher ab April kostenlos
Die frühzeitige Erkennung von Krebs erhöht die Heilungschancen und senkt die Sterblichkeitsrate. Um Lungenkrebs rechtzeitig zu identifizieren, wird ein neues Screening-Programm eingeführt, das ab April für bestimmte Personengruppen kostenlos ist.
Anspruch auf jährliche Untersuchung für Raucher
Ab dem kommenden Monat haben sowohl aktive als auch ehemalige Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren Anspruch auf eine jährliche kostenlose Untersuchung zur Früherkennung von Lungenkrebs. Dies wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) bekanntgegeben. „Das Ziel ist es, bei dieser besonders gefährdeten Gruppe Lungenkrebs so früh wie möglich zu erkennen“, erläuterte der GBA. Die Untersuchung erfolgt alle 12 Monate mittels Niedrigdosis-Computertomographie (NDCT).
Hintergrund des neuen Angebots
Die Einführung dieser neuen Leistung durch die gesetzlichen Krankenkassen basiert auf einem Beschluss des GBA sowie der vorhergehenden Lungenkrebs-Früherkennungs-Verordnung des Bundesumweltministeriums. Allerdings wird es einige Zeit dauern, bis das Screening flächendeckend zur Verfügung steht.
Herausforderungen bei der Umsetzung
Bernhard van Treeck, ein unparteiisches Mitglied des GBA und Vorsitzender des Unterausschusses für Methodenbewertung, wies darauf hin, dass Ärzte, die die Teilnahmebedingungen für das Screening prüfen und Patienten an radiologische Praxen überweisen, eine spezielle Fortbildung benötigen. Zudem müssen Radiologen eine Genehmigung von der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten, um NDCT-Aufnahmen anfertigen und auswerten zu können.
Teilnahme am Screening
Betroffene können sich an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die an der Lungenkrebs-Früherkennung teilnimmt. Dort wird durch die behandelnde Ärztin oder den Arzt festgestellt, ob die Voraussetzungen für eine Teilnahme erfüllt sind.
Voraussetzungen für die Teilnahme
- Mindestens 25 Jahre Raucherfahrung ohne längere Unterbrechungen
- Mindestens 15 Packungsjahre
Ein Packungsjahr entspricht dem Rauchen von 20 Zigaretten pro Tag über ein Jahr. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland etwa 2 Millionen Menschen, die diese Kriterien erfüllen.
Die Einführung dieses Screening-Programms stellt einen bedeutenden Schritt in der Bekämpfung von Lungenkrebs dar und könnte dazu beitragen, die Diagnose und Behandlung in einem frühen Stadium zu verbessern.
Brustkrebs: Viele Todesfälle könnten verhindert werden
„`
Bildquelle: ai-generated-gemini