Zulassung rückt näher: Impfstoff gegen Borreliose mit hoher Wirksamkeit
Jahrzehntelang war kein Impfstoff gegen Lyme-Borreliose verfügbar. Aktuelle Studienergebnisse geben jedoch Anlass zur Hoffnung auf einen effektiven präventiven Schutz. Ein Impfstoff gegen Borreliose könnte bald Realität werden, da neue Studiendaten eine signifikante Schutzwirkung zeigen. Die Pharmakonzerne Pfizer und Valneva haben in einer Mitteilung die Ergebnisse ihrer umfangreichen Studie veröffentlicht, die einen Impfstoffkandidaten gegen Lyme-Borreliose, eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektionskrankheit, untersucht.
Anzeichen von Borreliose
Zu den typischen Symptomen der Borreliose zählen Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und ein charakteristischer Hautausschlag, bekannt als „Erythema migrans“. Der Impfstoff mit der Bezeichnung PF-07307405 zielt auf das Bakterium Borrelia burgdorferi ab, das die Erkrankung verursacht. Der Impfstoff basiert auf dem OspA-Protein, einem Oberflächenprotein des Erregers, und soll den Körper anregen, Antikörper zu produzieren, die den Krankheitserreger erkennen und bekämpfen.
Wirksamkeit des Impfstoffs
Die Studie zeigt eine signifikante Schutzwirkung. Ab dem ersten Tag nach der vierten Impfdosis reduzierte der Impfstoff die Anzahl bestätigter Borreliosefälle um 74,8 Prozent im Vergleich zu einer Placebogruppe. Nach 28 Tagen betrug die Wirksamkeit 73,2 Prozent. An der Untersuchung nahmen etwa 9.400 Personen aus Europa, Kanada und den USA teil. Die Pharmakonzerne berichten, dass die Teilnehmer den Impfstoff gut vertrugen und keine Sicherheitsbedenken zum Zeitpunkt der Auswertung auftraten.
Erster Impfstoff seit Jahrzehnten in Sicht
Aktuell gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen Lyme-Borreliose für Menschen. Ein früherer Impfstoff wurde Ende der 1990er-Jahre eingeführt, verschwand jedoch nach wenigen Jahren wieder vom Markt. Der neue Impfstoff könnte diese Lücke schließen. Die Antikörper, die nach der Impfung gebildet werden, wirken bereits in der Zecke. Wenn eine Zecke Blut saugt, nimmt sie diese Antikörper auf, die die Borrelien direkt in der Zecke blockieren und somit die Übertragung auf den Menschen verhindern.
Pfizer plant Zulassungsantrag
Pfizer beabsichtigt, die Daten bei den Zulassungsbehörden einzureichen. Sowohl in den USA als auch in Europa könnte der Impfstoff in naher Zukunft geprüft werden. Sollte eine Zulassung erfolgen, könnte erstmals seit Jahrzehnten wieder ein wirksamer Schutz gegen Lyme-Borreliose zur Verfügung stehen.
Lyme-Borreliose bleibt weitverbreitet
Lyme-Borreliose ist in vielen Regionen weit verbreitet. Schätzungen zufolge erhalten in den USA jährlich Hunderttausende Menschen eine entsprechende Diagnose. Auch in Deutschland ist die Verbreitung hoch, obwohl genaue Zahlen schwer zu ermitteln sind. Steigende Temperaturen begünstigen die Ausbreitung von Zecken, was zu längeren Aktivitätsphasen und einem erhöhten Risiko für Infektionen führt. Weitere Informationen zu den Risiken von Zeckenbissen und deren Folgen finden Sie in unserem Artikel über Nitrendipin und die Auswirkungen auf die Gesundheit. Auch die Problematik der Kurzsichtigkeit bei Naharbeit sollte nicht unterschätzt werden.
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Bildquelle: ai-generated-gemini