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Reisemediziner fordern erweiterte Impfempfehlung gegen Dengue-Fieber

Reisemediziner kritisieren die Stiko-Empfehlung zur Dengue-Impfung, die nur für bestimmte Personengruppen gilt. Sie fordern eine Ausweitung der Impfung auf Reisende ohne vorherige Infektion, da neue Studien die Sicherheit des Impfstoffs Qdenga belegen.

Reisemediziner fordern erweiterte Impfempfehlung gegen Dengue-Fieber
KI-generiert

Die Empfehlungen zur Impfung gegen Dengue-Fieber werden derzeit von einer Fachgesellschaft in Frage gestellt. Diese fordert eine breitere Anwendung der Impfung, die bislang nur eingeschränkt empfohlen wird.

Dengue ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, die vor allem in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt. In den letzten Jahren hat sich die Krankheit jedoch auch in anderen Gebieten verbreitet. Reisende in betroffene Regionen haben die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung jedoch nur für eine spezifische Gruppe: Reisende ab vier Jahren, die bereits eine bestätigte Dengue-Infektion hatten. Die Deutsche Fachgesellschaft für Reisemedizin (DFR) kritisiert diese Einschränkung und fordert, auch Reisende ohne vorherige Infektion in die Impfempfehlung einzubeziehen. Nitrendipin: Engpass bei Blutdruckmittel dauert an

Hintergrund der Stiko-Empfehlung

Die aktuelle Empfehlung der Stiko stammt aus dem Jahr 2023, als der Impfstoff Qdenga neu auf dem Markt war. Zu diesem Zeitpunkt lagen nur begrenzte Daten zur Sicherheit des Impfstoffs bei Personen ohne vorherige Dengue-Infektion vor. Es gab Bedenken, dass die Impfung in dieser Gruppe möglicherweise Risiken birgt, insbesondere in Bezug auf einen immunologischen Effekt, der als Antibody Dependent Enhancement (ADE) bekannt ist. Bei einem früheren Dengue-Impfstoff wurde ein solcher Effekt beobachtet, weshalb die Stiko vorsichtig agierte und eine zurückhaltende Empfehlung aussprach.

Argumente der Reisemediziner für eine Ausweitung

Die DFR hält die derzeitige Einschränkung für nicht mehr zeitgemäß. Sie verweist auf neuere Studien, die zeigen, dass der Impfstoff auch bei Personen ohne vorherige Infektion wirksam und sicher ist. In einer Stellungnahme wird betont, dass mit hoher Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass ein ADE mit schweren Krankheitsverläufen nach einer Impfung zu erwarten ist. Zudem wurde der Impfstoff von der Europäischen Kommission zugelassen, was bedeutet, dass die Impfung für gefährdete Personen ab vier Jahren unabhängig von einer vorherigen Infektion empfohlen werden kann.

Einzelimpfung als vorläufiger Schutz

Die Fachgesellschaft argumentiert zudem, dass die vollständige Impfserie, die aus zwei Dosen im Abstand von drei Monaten besteht, nicht zwingend erforderlich ist. Sollte vor einer Reise nicht genügend Zeit für beide Dosen bleiben, könnte auch eine Einzeldosis für einen vorläufigen Schutz ausreichen. In den Zulassungsstudien zeigte sich, dass eine einzelne Impfung vor Exposition einen Schutz von 81,1 Prozent bietet, was nahezu identisch mit dem Schutz nach zwei Impfungen (80,4 Prozent) ist.

Empfehlungen für Reisende

Die Stiko-Empfehlung gilt in Deutschland als offizieller medizinischer Standard. Ob die Kommission ihre Empfehlungen anpassen wird, bleibt abzuwarten. Sie überprüft ihre Impfempfehlungen regelmäßig, wenn neue Studien oder Sicherheitsdaten verfügbar sind. Bis zu einer möglichen Anpassung müssen Reisende in Risikogebiete gemeinsam mit ihrem Arzt entscheiden, ob eine Impfung für sie sinnvoll ist. Unabhängig von der Impfung sind weitere Schutzmaßnahmen wichtig, um Mückenstiche zu vermeiden. Dazu zählen der Einsatz von Mückenschutzmitteln, das Tragen von langer, heller Kleidung und die Verwendung von Moskitonetzen.

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Bildquelle: ai-generated-gemini

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