Eine weit verbreitete Annahme besagt, dass introvertierte Personen bessere Zuhörer sind als extrovertierte. Eine aktuelle Untersuchung aus den USA stellt diese Überzeugung jedoch in Frage.
Untersuchungsergebnisse zeigen Vorteile für Extrovertierte
Die Forscher der Carlson School of Management an der University of Minnesota führten vier Teilstudien durch, in denen verschiedene Szenarien wie Teamarbeit, Meetings und persönliche Gespräche analysiert wurden. Die Teilnehmer bewerteten sowohl ihre eigenen als auch die Zuhörfähigkeiten anderer.
Die Ergebnisse der Studien zeigten, dass es keinen klaren Beweis dafür gibt, dass introvertierte Menschen in der Lage sind, besser zuzuhören als ihre extrovertierten Kollegen. In einigen der durchgeführten Tests hatten die Extrovertierten sogar einen leichten Vorteil, da sie oft als aufmerksamer und engagierter wahrgenommen wurden.
Der Persönlichkeitstyp ist nicht ausschlaggebend
Elizabeth Campbell, die Projektleiterin, erklärt, dass es eine verbreitete Annahme sei, dass stille Menschen automatisch auch bessere Zuhörer sind. Sie betont jedoch, dass Zuhören eine komplexe Fähigkeit ist, die nicht allein vom Persönlichkeitstyp abhängt. Vielmehr spielen spezifische Verhaltensweisen eine entscheidende Rolle.
Zu diesen Verhaltensweisen gehören unter anderem:
- Blickkontakt halten
- Nicken oder zustimmende Reaktionen zeigen
- Den Gesprächspartner ausreden lassen
- Gedanklich beim Thema bleiben
Darüber hinaus sollten Zuhörer darauf achten, nicht zu sehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt zu sein, da dies dazu führen kann, dass sie die Aussagen des Gesprächspartners nicht vollständig erfassen. Campbell hebt hervor, dass Zuhören eine Fähigkeit ist, die jeder unabhängig von seiner Position im Spektrum zwischen Introversion und Extraversion entwickeln kann. Besonders in Situationen, in denen man sich auf Naharbeit konzentriert, kann es wichtig sein, sich der eigenen Wahrnehmung bewusst zu sein, wie in diesem Artikel beschrieben.
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Bildquelle: ai-generated-gemini