Vor den Playoffs
In den letzten Jahren befand sich das Basketballteam aus Bamberg näher am Abstieg als an der Meisterschaft. Diese Saison zeigt sich jedoch ein Wandel, der auch auf die Arbeit eines Trainers zurückzuführen ist, der möglicherweise bald zu Bayern wechseln könnte.
Der Geschäftsführer der Bamberg Baskets, Philipp Höhne, wollte das bereits verwendete Sprichwort nicht erneut aufgreifen. Auf die Frage nach dem Motto antwortete er mit einem Lächeln, dass „arm“ auf den Verein zutreffe, während er sich selbst nicht als „sexy“ bezeichnen würde. Er betonte, dass das Thema „Freak City“ und die damit verbundenen Emotionen für den Verein von großer Bedeutung seien.
Der Club hat den niedrigsten Etat unter den 18 Teams der Liga, konnte jedoch in dieser Saison bereits den Pokal gewinnen und startet von der dritten Position in die am Wochenende beginnenden Playoffs. Nur der Titelverteidiger FC Bayern und der Dauerrivale Alba Berlin haben die reguläre Saison erfolgreicher abgeschlossen als der ehemalige Meister, der in der Vergangenheit stark gefallen war.
Erfolgreiche Rückkehr
Dieser Erfolg stellt mehr als nur einen Achtungserfolg für den Verein dar, der in den letzten Jahren zunehmend aus dem deutschen Spitzenbasketball zu verschwinden drohte. Neben Höhne ist Anton Gavel, ein ehemaliger Profi, der die glorreichen Zeiten Bambergs in den 2010er-Jahren prägte, maßgeblich für den aktuellen Erfolg verantwortlich. Gavel ist mittlerweile Cheftrainer des Teams.
Höhne äußerte sich positiv über Gavel und hob dessen beeindruckende Karriere hervor. Er betonte, dass es erfreulich sei, zu sehen, was Gavel für den Standort zurückgebe. Am Pokalwochenende erhielt Gavel auch Lob von der Trainerlegende Svetislav Pesic.
Verhandlungen um Gavel
Pesic äußerte sich zufrieden darüber, dass Gavel nach seiner aktiven Karriere die Entscheidung getroffen hat, Trainer zu werden. Da Pesic nach dieser Saison seine Karriere beenden wird, gilt Gavel als einer der Favoriten für die Nachfolge beim FC Bayern.
Höhne erklärte, dass die Ablöse für Gavel, der vertraglich an den Verein gebunden ist, im siebenstelligen Bereich liegen müsste. Bislang habe der fränkische Club jedoch kein Angebot aus München erhalten, was Höhne bestätigte. Er betonte, dass die Planungen zunächst mit Gavel fortgeführt werden, da dieser unter Vertrag steht.
Selbstbewusstsein trotz geringem Budget
Am Samstag beginnen die Playoffs mit dem ersten Spiel des Viertelfinals gegen Gavels ehemaligen Club Ratiopharm Ulm. Ein mögliches Halbfinale könnte gegen Alba Berlin stattfinden. Im Finale könnte es zu einem Duell zwischen dem Meister Bayern und dem Herausforderer Bamberg kommen, wobei der Club mit dem höchsten Etat gegen den mit dem niedrigsten Budget antreten würde.
Höhne ist überzeugt, dass sein Team in den Serien gegen München und Berlin nicht als klarer Außenseiter auftreten wird. Er glaubt, dass es für jeden Gegner schwierig sein wird, gegen Bamberg zu spielen, und dass Bayern ebenfalls auf Herausforderungen stoßen könnte. Die Finalspiele sind für Juni angesetzt und werden zeigen, wessen Basketballstil letztendlich als „sexy“ bezeichnet werden kann.
Quellen: radio-bamberg
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