Mit dem Sieg in Madrid hat der FC Bayern den ersten Schritt in Richtung Halbfinale der Champions League gemacht. Allerdings sorgte eine Entscheidung des Schiedsrichters für Unmut beim Rekordmeister.
Das Spiel neigte sich dem Ende zu, als es im Strafraum von Real Madrid zu einer umstrittenen Szene kam. Bayerns Michael Olise lag am Boden und äußerte seinen Unmut, während Trainer Vincent Kompany lautstark an der Seitenlinie protestierte. Auslöser war ein Zweikampf zwischen Olise und Reals Álvaro Carreras in der vierten Minute der Nachspielzeit. Carreras hatte Olise nicht nur im Luftduell umgestoßen, sondern auch am rechten Bein getroffen.
Trotz dieser Situation blieb die Pfeife von Schiedsrichter Michael Oliver stumm. Auch der Videoschiedsrichter schaltete sich nicht ein. TV-Experte Christoph Kramer äußerte sich zu der Szene und meinte, dass ein Strafstoß die angemessene Entscheidung gewesen wäre.
„Er lässt sich ja nicht fallen, er kommt am Fünfereck frei zum Schuss. Das ist fast ein klares Tor, da machst du alles, um stehenzubleiben“,
kommentierte der Weltmeister Olises Verhalten.
„Ich hätte es gepfiffen, verstehe aber auch den Schiedsrichter, dass er es nicht pfeift.“
In seiner Einschätzung wurde Kramer von dem ehemaligen Schiedsrichter Lutz Wagner unterstützt. Wagner betonte, dass Real Madrid sich über einen Strafstoß nicht hätte beschweren können. Dennoch merkte er an, dass die Entscheidung im Einklang mit Olivers Spielleitung stand:
„Er hat sehr großzügig, sehr gut gepfiffen und einiges laufen lassen, auch im Oberkörperbereich. Er war berechenbar für die Spieler, da hat die letzte Szene reingepasst und er lag im Gesamtbild richtig.“
Bayerns Sportvorstand Max Eberl zeigte sich mit der Entscheidung versöhnlicher als Olise. Er sagte:
„Vielleicht hätten wir sogar einen Penalty bekommen können, aber ich finde, der Schiedsrichter hat es in Summe über das ganze Spiel wirklich sehr gut gemacht und das Spiel sehr gut geleitet.“
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Bildquelle: Ank Kumar via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)