Matthäus widerspricht Schweinsteiger bezüglich DFB-Kritik
Die Einschätzung von Bastian Schweinsteiger zur gegenwärtigen Lage der deutschen Nationalmannschaft findet bei Lothar Matthäus keinen Anklang. Während Schweinsteiger das Team als mittelmäßig wahrnimmt, sieht Matthäus die Gründe für die Schwierigkeiten an anderer Stelle.
In einem Interview betonte Matthäus, der als Rekord-Nationalspieler bekannt ist, dass die Nationalmannschaft nicht im Mittelmaß gefangen sei. Er verwies auf die zahlreichen Spieler, die in namhaften Clubs wie dem FC Bayern, Barcelona oder Arsenal aktiv sind und dort regelmäßig ihre hohe Leistungsfähigkeit demonstrieren. Matthäus ist überzeugt, dass das DFB-Team nicht an mangelnder Qualität, sondern an fehlender Mentalität leidet.
Die Spielermentalität ins Visier genommen
Matthäus forderte von den Nationalspielern eine ausgeprägtere Mentalität. Deutschland müsse sich wieder zu einem Team entwickeln, das schwer zu bezwingen ist, so wie in früheren Zeiten. Der neue Bundestrainer Jürgen Klopp bringe diese Mentalität mit und könne diese auch an die Mannschaft weitergeben. Matthäus ist fest davon überzeugt, dass Klopp der ideale Kandidat für den Neuaufbau des Teams ist.
Unterschiedsspieler im DFB-Team identifiziert
In seinem Plädoyer verwies Matthäus auf mehrere Spieler, die seiner Meinung nach das Potenzial für entscheidende Rollen haben. Er nannte Kai Havertz, der beim englischen Meister Arsenal spielt, sowie Karim Adeyemi, der beim FC Barcelona in Topform ist. Das Duo Jamal Musiala und Florian Wirtz, dessen gemeinsamer Marktwert über 200 Millionen Euro beträgt, hob er ebenfalls hervor. Zudem bezeichnete er Joshua Kimmich als einen wahren Leader im zentralen Mittelfeld.
Defensivtalente und Stimmen von Experten
Matthäus sprach auch die Innenverteidiger Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah an, die seiner Ansicht nach eine solide Defensive bilden. Außerdem nannte er Yann Aurel Bisseck, der bei Inter Mailand spielt, als weiteres Beispiel für einen vielversprechenden Abwehrspieler. Matthäus berichtete, dass Giuseppe Bergomi, ein ehemaliger Weltklasse-Spieler, von Bisseck begeistert ist und ihn bereits auf Weltklasse-Niveau einschätzt.
Die Debatte über die Leistungsfähigkeit der deutschen Nationalmannschaft wird stark von den unterschiedlichen Auffassungen Schweinsteigers und Matthäus‘ geprägt. Während Schweinsteiger nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland in Augsburg äußerte, dass Deutschland nicht mehr zu den führenden Mannschaften gehört, sieht Matthäus die Lösung in einer verstärkten Mentalität und der passenden Führung durch den neuen Trainer.
Quellen: n-tv, RTL
Bildquelle: Steffen Prößdorf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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