Ein alarmierender Vorfall ereignete sich am Dienstagabend im ICE 528, der von München nach Dortmund fuhr. Während der Zug mit rund 200 km/h unterwegs war, öffnete sich im hinteren Bereich eine Tür. Dies führte dazu, dass der Lokführer sofort eine Notbremsung einleitete, wodurch der Zug im Schönrain-Tunnel, der zwischen Nantenbach und Harrach in Bayern liegt, zum Halten kam. Zu diesem Zeitpunkt waren 238 Passagiere an Bord.
Die Bundespolizei berichtete, dass der Vorfall um etwa 20.15 Uhr stattfand. Stephan Hellwig, der Sprecher der Bundespolizei Würzburg, erläuterte, dass die Notbremsung unverzüglich durchgeführt wurde. Wegen der Dunkelheit und des unwegsamen Geländes mussten die Passagiere aus Sicherheitsgründen im Zug bleiben, bis die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen waren.
Insgesamt wurden rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz und Bundespolizei mobilisiert, um die Situation zu bewältigen. Die Reisenden saßen mehr als vier Stunden im Zug fest, bis sie gegen 1 Uhr von einem Rettungszug der Deutschen Bahn in den Bahnhof Lohr gebracht werden konnten. Während die Fahrgäste des vorderen Zugteils auf Busersatzverkehr umstiegen, wurden die Passagiere im hinteren Bereich zunächst befragt, um ihre Identitäten festzustellen.
Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurde auch nach möglichen Personen gesucht, die durch die geöffnete Tür aus dem Zug gefallen sein könnten. Hierzu setzten die Beamten Hunde, Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen ein, um die Strecke zu durchsuchen. Glücklicherweise gab es keine Funde, und es wird auch niemand der Passagiere als vermisst betrachtet.
Die genauen Umstände, die zur Öffnung der Tür führten, sind noch nicht geklärt. Die Deutsche Bahn hat jedoch eine technische Störung des Zuges ausgeschlossen. Ein Sprecher der Bahn stellte klar, dass sich die Türen im ICE während der Fahrt nicht einfach öffnen können. Die Ermittlungen der zuständigen Behörden laufen, und weitere Informationen sollen im Laufe des Dienstags veröffentlicht werden.
Gegen 2.30 Uhr wurde die Bahnstrecke am Einsatzort wieder freigegeben, nachdem die Situation unter Kontrolle war. Dieser Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit und zur Funktionsweise der Türmechanismen in Hochgeschwindigkeitszügen auf. Die Deutsche Bahn wird sich mit den Ergebnissen der laufenden Ermittlungen auseinandersetzen müssen.
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Quellen: Bild, Süddeutsche Zeitung
Bildquelle: Bildquelle: Daniel Abadia auf Unsplash
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