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25 Jahre als Haussklavin gehalten: Prozess gegen Amanda Wixon erschüttert Großbritannien

Im Prozess gegen Amanda Wixon wird ihr vorgeworfen, eine Frau über 25 Jahre lang als Haussklavin gefangen gehalten und misshandelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beschreibt ein erschütterndes Martyrium geprägt von Gewalt und Zwangsarbeit.

25 Jahre als Haussklavin gehalten: Prozess gegen Amanda Wixon erschüttert Großbritannien
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Schockierender Fall moderner Sklaverei in Großbritannien

Vor einem Gericht in Gloucester, im Südwesten Englands, steht die 56-jährige Amanda Wixon wegen eines besonders erschütternden Verbrechens vor Gericht. Der zehnfachen Mutter wird vorgeworfen, eine Frau über einen Zeitraum von rund 25 Jahren in ihrem Haus in Tewkesbury festgehalten und zur Arbeit gezwungen zu haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann die verhängnisvolle Geschichte im Jahr 1996. Wixon nahm eine 16-jährige Schülerin bei sich auf, da deren Familie mit der Situation überfordert war. Anstatt der Jugendlichen zu helfen, entwickelte sich die Lage jedoch zu einem jahrelangen Martyrium, so die Anklage.

Opfer wurde zur Arbeit gezwungen

Die Staatsanwaltschaft schildert, dass Amanda Wixon die junge Frau zwang, im Haushalt zu arbeiten und sich um ihre Kinder zu kümmern. Tägliche Aufgaben umfassten Putzen, Kochen, Wäschewaschen und weitere Arbeiten.

Berichten zufolge musste das Opfer oft stundenlang auf Händen und Knien den Boden reinigen. Während die Familie im Haus lebte, durfte die Betroffene das Gebäude laut Gericht kaum oder gar nicht verlassen.

Darüber hinaus soll Wixon Sozialleistungen für die junge Frau beantragt haben. Das Geld landete jedoch auf dem Konto der Angeklagten, während das Opfer unter miserablen Bedingungen lebte.

Im Verlauf des Prozesses wurden zahlreiche Details zu den mutmaßlichen Misshandlungen bekannt. Laut Anklage wurde die Frau regelmäßig geschlagen und bedroht. Auch körperliche Gewalt mit Gegenständen soll vorgekommen sein.

Die Staatsanwaltschaft berichtete zudem, dass der Frau wiederholt gegen ihren Willen der Kopf rasiert wurde. In einigen Fällen soll ihr Spülmittel in den Mund gespritzt und Bleichmittel ins Gesicht gesprüht worden sein.

Das Opfer erhielt kaum ausreichend Nahrung und musste sich oft von Essensresten ernähren. Körperpflege und medizinische Behandlung wurden ihr über lange Zeit verweigert.

Bei ihrer späteren Befreiung stellten die Beamten Verletzungen und Narben im Gesicht fest. Zudem wiesen ihre Füße und Knöchel starke Schwielen auf, was laut Ermittlern darauf hindeutet, dass sie über Jahre hinweg auf den Knien arbeiten musste.

Befreiung nach 25 Jahren

Die Gefangenschaft der Frau endete erst im März 2021. Die Polizei wurde auf den Fall aufmerksam, nachdem Hinweise aus dem Umfeld der Familie eingegangen waren.

Als die Beamten das Haus betraten, fanden sie die mittlerweile über 40-jährige Frau in einem verwahrlosten Raum vor. Auf Aufnahmen von Bodycams der Polizei ist zu erkennen, dass sie abgemagert, verängstigt und ungepflegt war.

Die Frau erklärte den Beamten, dass sie sich nicht sicher fühle und ständig geschlagen werde, so die Ermittler.

Gerichtsverfahren vor dem Gloucester Crown Court

Der Fall wird vor dem Gloucester Crown Court verhandelt und hat in Großbritannien für großes Aufsehen gesorgt. Amanda Wixon sieht sich Anklagen wegen moderner Sklaverei, Freiheitsberaubung, Zwangsarbeit und Körperverletzung gegenüber.

Im Verlauf des Verfahrens beschrieb Staatsanwalt Sam Jones die Geschehnisse als jahrelange Ausbeutung unter Androhung von Gewalt.

Das Urteil in diesem Verfahren wird nach Abschluss der Verhandlung verkündet. In einem ähnlichen Fall in Dänemark, wo ein Mann ein Baby entführt hat, besteht der Verdacht auf versuchten Missbrauch, was die Diskussion über den Schutz von Opfern weiter anheizt. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel über Dänemark: Mann entführt Baby – Verdacht auf versuchten Missbrauch.

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