Im Hafen von Palma de Mallorca wurde am Sonntagabend eine 29-jährige Frau tot in ihrer Kabine auf einer Luxusjacht aufgefunden. Das betroffene Schiff, eine Superyacht mit dem Namen „Lind“, gehört einem deutschen Milliardär aus der Chemiebranche. Die spanische Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, wobei bislang keine Anzeichen für ein Fremdverschulden festgestellt wurden. Die genaue Todesursache ist derzeit noch unklar.
Entdeckung durch die Crew – Rettungskräfte bestätigen den Tod
Berichten spanischer Medien zufolge entdeckten Crewmitglieder die junge Frau gegen 21 Uhr leblos in ihrer Kabine. Da sie über einen längeren Zeitraum nichts von ihr gehört hatten, alarmierten sie schließlich den Rettungsdienst. Die eintreffenden Sanitäter konnten nur noch den Tod der 29-Jährigen bestätigen.
Ermittlungen der Guardia Civil im Gange
Die spanische Guardia Civil übernahm sofort die Ermittlungen und führte eine erste Spurensicherung sowie Befragungen möglicher Zeugen durch. Erste Erkenntnisse der Ermittler deuten darauf hin, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder äußere Gewalteinwirkung gibt. Dennoch soll eine Obduktion der Leiche am Institut für Rechtsmedizin in Palma durchgeführt werden, um die Todesursache endgültig zu klären.
Superyacht „Lind“ im Besitz eines deutschen Milliardärs
Die betroffene Superyacht „Lind“ ist ein 52 Meter langes, luxuriös ausgestattetes Motorschiff, das unter der Flagge der Kaimaninseln fährt. Branchenangaben zufolge kann das Schiff für etwa 300.000 Euro pro Woche gechartert werden und bietet sowohl Gästen als auch der Crew ausreichend Platz.
Medienberichten zufolge gehört die Yacht der Blue-Elephant GmbH aus Deutschland, die Teil des Firmenimperiums des Chemie-Milliardärs Peter-Alexander Wacker ist. Wacker ist Aufsichtsratsvorsitzender der Wacker Chemie AG, einem international tätigen Chemieunternehmen, an dem er rund zehn Prozent der Anteile hält. Ein Sprecher des Eigentümers bezeichnete den Vorfall als „furchtbaren Unglücksfall“ und äußerte, man sei „erschüttert und betroffen“.
Todesursache bleibt unklar
Obwohl die Ermittler derzeit nicht von einem Verbrechen ausgehen, stehen die Ergebnisse der Obduktion noch aus. Die Polizei plant, nach Abschluss der Untersuchungen weitere Informationen zu veröffentlichen.
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