Die deutsche Musiklandschaft trauert um eine herausragende Persönlichkeit der Neuen Deutschen Welle. Bettina Köster, die als Sängerin der Band Malaria! und mit dem Hit „Kaltes klares Wasser“ in den 1980er Jahren berühmt wurde, ist im Alter von 66 Jahren verstorben. Laut Freunden und Bekannten starb sie am Montag in Capaccio Paestum, Italien. Über die genauen Umstände ihres Todes wurden keine Informationen veröffentlicht.
In einer offiziellen Mitteilung heißt es: „Hiermit geben wir bekannt, dass die deutsche Musikerin Bettina Köster am 16. März 2026 in Capaccio Paestum, Italien, verstorben ist.“ Die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ bestätigte die Nachricht kurz darauf.
Bereits am Dienstagmorgen, nur zwei Tage nach ihrem Tod, fand die Beisetzung auf dem Friedhof von Capaccio Paestum statt. „Menschen aus ihrem nahen Umfeld erinnern sich an ihre persönlichen Überzeugungen und Sensibilitäten, die einen wesentlichen Teil ihrer menschlichen und künstlerischen Identität ausmachten“, wird in der Pressemitteilung betont. Die Trauerfeier wurde im privaten Rahmen abgehalten, das Grab ist jedoch für Fans zugänglich.
Bettina Köster und ihr Einfluss auf die Musikszene
Bettina Köster war eine prägende Figur der Westberliner Underground- und Avantgarde-Szene in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren. Sie war eng mit der Sängerin Nina Hagen befreundet und bewegte sich in einem Umfeld, das von Punk, Kunst und experimenteller Musik geprägt war.
Im Gegensatz zu vielen ihrer Zeitgenossen verzichtete Köster auf große Rock-Posen. Ihr Stil war eher reduziert, kühl und atmosphärisch, stark beeinflusst von New Wave, Dub und No Wave.
Karrierebeginn mit Mania D und der Durchbruch mit Malaria!
Ihre Karriere begann sie als Mitgründerin der Band Mania D, die sie zusammen mit Gudrun Gut und Beate Bartel ins Leben rief. Aus diesem Projekt entstand 1981 die rein weibliche Band Malaria!, die schnell internationale Aufmerksamkeit erlangte. Mit Hits wie „Kaltes klares Wasser“ wurde die Gruppe zu einem Kult der Neuen Deutschen Welle. Kösters markante, tiefe Stimme prägte den charakteristischen Sound der Band.
Nach der Auflösung von Malaria! setzte Köster ihre künstlerische Laufbahn in verschiedenen Bereichen fort, unter anderem im Film- und Musiksektor. Sie bezeichnete sich selbst als nicht-binär und galt als eine der frühen Ikonen der Queer-Bewegung.
Die Musikszene wird ihren Einfluss und ihre einzigartigen Beiträge schmerzlich vermissen.
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