Im September 2023 ereignete sich in Peterhead, Aberdeenshire, ein tragischer Vorfall, der in einem Gerichtsverfahren endete. Courtney Gartshore, 28 Jahre alt, wurde von einer Jury schuldig gesprochen, ihre drei Monate alte Tochter Dahlia-Rose durch die Hitze eines Haartrockners getötet zu haben. Diese Entscheidung fiel am siebten Tag des Verfahrens, nachdem die Geschworenen mehr als eine Stunde über das Urteil beratschlagt hatten.
Chronologischer Ablauf und Gerichtsurteil
Während des Verfahrens trat hervor, dass Gartshore die Anklage wegen fahrlässiger Tötung zurückwies. Die Jury kam zu dem einstimmigen Ergebnis, dass sie ihre Tochter fahrlässig und rücksichtslos der Hitze des Geräts ausgesetzt hatte, während sich das Kind in ihrer Obhut befand. Am Ende des Prozesses war Gartshore emotional und brach in Tränen aus, als sie aus dem Gerichtssaal geführt wurde. Die Richterin entschied, dass sie im nächsten Monat verurteilt wird.
Auslöser und Details des Vorfalls
Die Anklage besagte, dass Dahlia-Rose durch die schweren Verbrennungen, die sie erlitten hatte, starb. Es wurde festgestellt, dass 18 % der Körperoberfläche des Babys verbrannt waren. Während der Verhandlung wurde auch deutlich, dass das DNA-Material des Kindes an dem Haartrockner gefunden wurde. Ein 999-Notruf, den Gartshore tätigte, in dem sie berichtete, ihre Tochter sei während des Schlafens „lila“ geworden, wurde ebenfalls im Gerichtssaal abgespielt.
Streitpunkte im Prozess
Ein Sachverständiger, Dr. Timothy Burge, ein Spezialist für Brandverletzungen, äußerte, dass die durch die Hitze verursachten Verletzungen möglicherweise nicht die Todesursache gewesen seien. „Es könnte sein, dass sie bereits tot war“, stellte er fest. Der Staatsanwalt Alan Cameron charakterisierte den Fall als „schreckliches, herzzerreißendes Ereignis“. Er betonte, dass nur Gartshore und ihre Tochter im Haus waren und nur sie den Haartrockner eingeschaltet haben konnte.
Aktueller Stand und Reaktionen
Der Verteidiger Murray Macara argumentierte, dass die Beweisführung nicht eindeutig sei und die erforderliche kausale Verbindung zwischen dem Haartrockner und dem Tod des Babys nicht gegeben sei. Richter Simon Collins bezeichnete den Fall als „beunruhigend“ und setzte das Urteil für eine spätere Anhörung in Edinburgh an, wobei Gartshore in Gewahrsam blieb.
Nach Verkündung des Urteils äußerte Detective Inspector James Callander, dass der Tod eines Kindes besonders erschütternd sei, insbesondere wenn er durch die Hand eines Elternteils geschieht. Er betonte die Notwendigkeit, die Wahrheit ans Licht zu bringen und sicherzustellen, dass die verantwortliche Person zur Rechenschaft gezogen wird.
Quellen: bbc