Während des verheerenden Taifuns Bavi, der Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 mph erreichte, kippte ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff im Hafen von Wenzhou. Das als Mingzhu Qihao oder Pearl No.7 bekannte Schiff, dessen Wert auf 22 Millionen Dollar geschätzt wird, war zu diesem Zeitpunkt an seinem Liegeplatz festgemacht.
Der Vorfall ereignete sich am 14. Juli um 20:10 Uhr, als die Region von extremen Wetterverhältnissen betroffen war. Die hohe Gezeitenlage, die durch den Taifun verursacht wurde, führte zu einer bedrohlichen Instabilität des 158 Meter langen und 30 Meter breiten Schiffs.
Seit seiner Indienststellung im Jahr 2012 war das Schiff ungenutzt geblieben und wies zum Zeitpunkt des Unglücks keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder auf. Glücklicherweise trafen die Notdienste binnen weniger Minuten am Unglücksort ein, und es wurden keine Verletzten gemeldet. Ein Sprecher der Wenzhou Mingzhu Cruise Company erklärte, dass das Schiff während einer Springflut kippte und sofort ein Notfallplan in Kraft trat. Die zuständigen Behörden eilten herbei, um die Situation zu klären.
Die Ursachen des Vorfalls werden gegenwärtig untersucht. Das Schiff hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, geprägt von finanziellen und technischen Schwierigkeiten. Geplante Umwandlungen in ein fünf Sterne schwimmendes Hotel mit luxuriösen Suiten und Restaurants wurden nie vollständig umgesetzt.
Frühere Anläufe, das Schiff an anderen Orten zu verankern, stießen auf Beschwerden von Anwohnern, die sich über blockierte Ausblicke beschwerten. Die Neigung des Schiffs ereignete sich, während es am Ou-Fluss festgemacht war.
Diese Vorfälle werfen neue Fragen über die Zukunft des Schiffs auf. Im Jahr 2012 geriet das Schiff in die Schlagzeilen, als es unter der Wenzhou-Brücke stecken blieb, weil die Besatzung nicht wusste, dass das „schwimmende Hotel“ zu hoch war.
Diese Situation lenkt auch die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen, die mit der Instandhaltung und dem Betrieb solch großer Schiffe verbunden sind, besonders in Zeiten extremer Wetterlagen.
Quellen: thesun.co.uk, needtoknow.co.uk