Die Zisterzienser sind ein wahrhaft europäischer Orden, der sich seit dem Mittelalter über viele Länder ausbreitete. Sie prägen die Kulturlandschaften vielerorts bis heute. Diesen europäischen Ansatz verfolgte das durch EU „CREATIVE EUROPE“ mit 200.000 Euro geförderte Projekt „Kulinarisches Erbe der Zisterzienser in Mitteleuropa“ mit Kooperationspartnern aus Tschechien, Deutschland und Österreich (03/2023–10/2025). Ziel des Projekts war es, der Öffentlichkeit das kulinarische Erbe der Zisterzienser zu vermitteln. Dabei lag ein hoher Fokus auf Publikumsbeteiligung und dem Einsatz moderner Technologien und Kommunikationsmittel. All dies erfolgte auf Basis historischer Recherchen. CulHerCis22 wurde von einem Konsortium aus drei Partnern – MAS Rozkvět (CZ), Paris Lodron Universität Salzburg (AT) und Landkreis Bamberg (DE) – durchgeführt. Sie arbeiteten mit assoziierten Klosterstätten des mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichneten Cisterscapes-Netzwerks zusammen. Dieses umfasst 17 Klosterlandschaften in Österreich, Deutschland, Tschechien, Polen und Slowenien. Der transnationale Koordinator war der Landkreis Bamberg.
Im Laufe des Projekts wurden Zisterzienser-Rezepte in die Online-Datenbank der Gastrosophie eingespeist. Ein Projektband wurde verfasst, der die Leser durch mitteleuropäische Zisterzienserklosterlandschaften führt. Hinzu kamen 3D-Modelle und Visualisierungen von Klosterküchen und Refektorien sowie Unterrichtsmaterialien. Die Rezepte und die anderen Kommunikationsmittel wurden regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert. Dies geschah auf einem Street Food-Festival in Žďár nad Sázavou (CZ), beim historischen Schöffenmahl in Stift Rein (AT) oder in der Klosterlandschaft Ebrach (DE).
Auf der gemeinsamen Abschlusstagung in Salzburg wurden nun die gesammelten Projektergebnisse präsentiert. Zudem wurden weiterführende Perspektiven aufgezeigt. Dazu wurden Panels zur Zisterziensergeschichte, zur Ernährungsgeschichte sowie zu Kulturerbe und Vermittlung veranstaltet. Zu letzterem Themenkomplex fanden auch Workshops von Spezialist:innen statt. Diese behandelten Ernährung im Museum, das Immaterielle Kulturerbe, die 3D-Visualisierung sowie den Umgang mit historischen Rezepten.
Die Fachtagung in Salzburg bildete den Abschluss und gleichzeitig den Höhepunkt des länderübergreifenden Projekts. Neben weiteren Gästen wurden um die 50 Partner und Referent:innen aus Österreich, Deutschland und Tschechien erwartet. Diese kamen neben Vertreter:innen der Wissenschaft und Zisterzienserforschung. Hochkarätig waren nicht nur die Fachpanels besetzt. Es waren außerdem wichtige Vertreter:innen aus der Politik vertreten: Darunter Klubobmann-Stv. LAbg. Prof. Dr. Josef Schöchl (Land Salzburg), Gemeinderätin Gabriele Venditto-Wagner (Stadt Salzburg) und Mag. Gritlind Kettl, Leiterin der Stabsstelle EU-Bürgerservice, Europe Direct und Chinabüro (Land Salzburg). Aus dem Landkreis Bamberg (DE) waren u.a. Landrat Johann Kalb und Bürgermeister Daniel Vinzens vom Markt Ebrach anwesend.
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