Der Iran setzt seine Drohungen zur Blockade der internationalen Schifffahrt in die Tat um. Wie die britische Schifffahrtsbehörde berichtet, wurde ein Containerschiff vor der Küste Omans von einem iranischen Schnellboot attackiert.
Das Schiff wurde laut Angaben der britischen Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der iranischen Revolutionsgarden beschossen. Dabei erlitt das Schiff „schwere Schäden“, die Besatzung blieb jedoch „unversehrt“. Der Vorfall ereignete sich etwa 15 Seemeilen nordöstlich der omanischen Küste. Bereits am Samstag hatten die Revolutionsgarden nach Berichten der britischen Schifffahrtsbehörde auf mindestens einen Öltanker in der Region geschossen.
Erneute Eskalation im Iran-Konflikt
Der Angriff fand kurz nach der vorläufigen Verlängerung einer Feuerpause im Iran-Konflikt durch US-Präsident Donald Trump statt. Trotz dieser Maßnahme forderten die Revolutionsgarden erhöhte Wachsamkeit. In einer Erklärung betonten die iranischen Streitkräfte, dass sie sich auf dem „Höhepunkt der Bereitschaft“ zur Fortsetzung der Kampfhandlungen befinden. In einer neuen Eskalationsphase könnten sie „vernichtende und für den Feind unvorstellbare“ Angriffe auf verbleibende Vermögenswerte in der Region durchführen.
Verhandlungen und Spannungen
Vor etwa einer Woche waren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, vermittelt durch Pakistan, über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs ergebnislos geblieben. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, gegen die am 8. April in Kraft getretene Feuerpause verstoßen zu haben. Zudem bleibt die Blockade der Straße von Hormus ein strittiges Thema. Die iranische Armeeführung hat die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA scharf verurteilt und mit weiteren Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus gedroht.
Die Situation bleibt angespannt, und die internationalen Reaktionen auf die jüngsten Angriffe werden mit Spannung verfolgt.
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