Der in der Kritik stehende Schauspieler Russell Brand hat sich zu den Vorwürfen sexueller Übergriffe geäußert und dabei ein Fehlverhalten seinerseits eingeräumt. Dennoch betont der 50-Jährige, dass er gegen kein Gesetz verstoßen habe.
In einem Interview mit der US-Journalistin Megyn Kelly erklärte Brand:
„Ich erkenne an, dass mein sexuelles Verhalten in der Vergangenheit egoistisch war und dass ich kaum, wenn überhaupt, berücksichtigt habe, wie sich dieser Sex auf andere Menschen auswirkte.“
Der Brite sieht sich derzeit in London mit schweren Vorwürfen konfrontiert, darunter Vergewaltigung, Belästigung und Nötigung. Sechs Frauen haben gegen ihn Anschuldigungen erhoben, die sich laut Berichten zwischen 1999 und 2009 ereignet haben sollen. Zu den Vorwürfen gehört unter anderem, dass Brand eine Frau in einem Hotel vergewaltigt und eine Mitarbeiterin eines Fernsehsenders sexuell genötigt haben soll. Brand weist diese Anschuldigungen entschieden zurück.
Im Rahmen des Interviews gestand Brand ein, Frauen ausgenutzt zu haben. Er gab an, im Alter von 30 Jahren Sex mit einer 16-Jährigen gehabt zu haben, was er jedoch nicht als gesetzeswidrig ansieht, da in Großbritannien das Mindestalter für die sexuelle Einwilligung bei 16 Jahren liegt. Er betonte:
„Als 30-Jähriger war ich unreif und ein ganz anderer Mensch.“
Dennoch räumte er ein, dass ein erhebliches Machtungleichgewicht bestanden habe, was häufig der Fall sei, wenn man als berühmter Mann Frauen anziehen kann.
„Ich halte das für ausbeuterisch“,
fügte er hinzu. Brand wies jedoch die Vorstellung zurück, dass sein Verhalten eine strafrechtliche Angelegenheit darstelle:
„Tatsächlich wurde die Zustimmung gelenkt. Das ist es, was Berühmtheit und Charisma einem ermöglichen.“
Russell Brand begann seine Karriere in den 1990er Jahren, zunächst als Schauspieler und Moderator, später als Comedian. Ab 2000 war er bei MTV tätig und wurde 2006 als bester Newcomer bei den British Comedy Awards ausgezeichnet. Kurz darauf gelang ihm der Durchbruch in Hollywood. Sein Privatleben sorgte ebenfalls für Schlagzeilen, insbesondere seine Ehe mit Katy Perry, die 2009 begann und 2010 in einer Hochzeit gipfelte. Seit 2023 stehen die Vorwürfe sexualisierter Gewalt im Mittelpunkt seiner Karriere.
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