Ab Juli wird in Salzburg ein Fahrverbot für Tagestouristen in Kraft treten, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten. Die Regelung gilt bis Ende August und soll insbesondere während der Hochsaison für weniger Staus sorgen.
Neues Parkkonzept für Touristen
Die Stadtverwaltung hat beschlossen, dass Tagestouristen den zentralen Bereich von Salzburg nicht mehr mit dem Auto anfahren dürfen. Stattdessen werden große Parkplätze am Stadtrand zur Verfügung stehen. Für eine Tagesgebühr von 7,50 Euro können Besucher dort parken und erhalten zusätzlich ein Tagesticket, das für bis zu fünf Personen zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gültig ist.
Hintergrund der Maßnahme
Die Entscheidung zur Einführung des Fahrverbots ist eine Reaktion auf die häufigen Verkehrsstaus, die insbesondere an Regentagen auftreten, wenn Tausende von Tagesausflüglern die Stadt besuchen. Stadtsprecher Karl Schupfer äußerte sich zu den erwarteten positiven Effekten der Regelung:
„Schon wenn wir 1.000 Autofahrten am Tag weniger haben, dürfte das für Entlastung sorgen.“
Er betonte, dass es für die Touristen wenig erfreulich sei, im Stau zu stehen, anstatt die Stadt zu erkunden. Gleichzeitig bleibt sichergestellt, dass Garagen, Krankenhäuser, Betriebe und Hotels weiterhin erreichbar sind.
Ausnahmen vom Fahrverbot
Die neuen Zufahrtsregeln sehen auch zahlreiche Ausnahmen vor. Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Salzburg, dem Umland, Hallein und dem Landkreis Berchtesgadener Land sind von dem Fahrverbot ausgenommen. Darüber hinaus sind Fahrten, die im Zusammenhang mit beruflichen Tätigkeiten, wirtschaftlichen Aktivitäten, medizinischer Versorgung oder Hotelbuchungen stehen, ebenfalls nicht betroffen.
Die Stadtverwaltung hat angekündigt, dass die Regelung, sofern sie sich bewährt, möglicherweise über die Sommermonate hinaus verlängert wird.
Quellen: Süddeutsche Zeitung
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