Anholt (Dänemark) – Die Geschichte des Buckelwals, der als Timmy bekannt wurde, nahm ihren Lauf im März, als das Tier in der Ostsee bei Wismar gesichtet wurde. Nach einem äußerst aufwendigen Rettungsversuch, der mehrere Strandungen umfasste, wurde Timmy schließlich an der dänischen Küste leblos aufgefunden. Der traurige Vorfall hat in Deutschland für große Besorgnis gesorgt.
Für die Verarbeitung der Überreste des Wals ist die Firma „Daka Denmark“ zuständig. In einer Einrichtung in Randers erfolgt die Zerlegung des Kadavers in drei Hauptkomponenten. Das gereinigte Wasser wird anschließend in den Fjord geleitet, während die Fettschicht des Wals zur Gewinnung von Biodiesel verwendet wird. Darüber hinaus werden die restlichen Teile, wie Knochen und Sehnen, zu einer speziellen Mehlform verarbeitet, die als Biomasse in einer Zementfabrik zum Einsatz kommt. Einige Knochen werden jedoch für die Nachwelt im Naturhistorischen Museum in Kopenhagen aufbewahrt.
Die dramatische Rettung von Timmy begann im März, als das Tier in Fischernetzen gefangen wurde. Nach mehrmaligen Strandungen vor Timmendorfer Strand und der Insel Poel wurde Timmy mit einem Spezialschiff ins offene Meer geschleppt. Am 2. Mai wurde das Tier, entgegen ursprünglicher Absprachen, vorzeitig freigelassen. Nur 13 Tage später wurde der Wal tot an der dänischen Insel Anholt angespült.
Bei der durchgeführten Obduktion stellte sich heraus, dass es sich um ein weibliches Tier handelte, das Parasiten in seinen Organen hatte. Ob diese Parasiten letztlich den Tod des Wals verursacht haben, wird derzeit durch weitere Laboruntersuchungen geklärt, deren Ergebnisse in etwa sechs Monaten erwartet werden. Der Tracker, den Timmy trug, wurde ebenfalls entdeckt, und die gesammelten Daten stehen der Rettungsinitiative sowie teilweise dem Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Eine Sprecherin des Ministeriums kündigte an, dass die Daten zeitnah ausgewertet werden, um die Öffentlichkeit über die Erkenntnisse zu informieren.
Die bewegende Geschichte von Timmy hat viele Menschen berührt und wirft wichtige Fragen über den Schutz von Meerestieren und die Herausforderungen bei Rettungsaktionen auf. Die Verarbeitung seiner Überreste in Dänemark stellt einen weiteren Schritt in der Diskussion über ökologische und biologische Aspekte des Lebens im Meer dar.
Quellen: Bild, Firma bestätigt: Wal „Timmy” wird zu Biodiesel verarbeitet, „Timmy“ wird zu Biodiesel und Mehl: Buckelwal endet in dänischer Fabrik und im Museum
Bildquelle: Achimgroe via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)