Die Kahla/Thüringen GmbH, eine traditionsreiche Porzellanmanufaktur, hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht. Dies bestätigte der Geschäftsführer Daniel Jeschonowski. Das Amtsgericht Gera ist für den Fall zuständig und hat den Rechtsanwalt Thomas Jacobs von der Kanzlei Brinkmann Partner als vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt.
Der Geschäftsbetrieb des im Jahr 1844 gegründeten Unternehmens soll während des Verfahrens fortgeführt werden. Nach Angaben des Unternehmens sind etwa 120 Mitarbeiter von der Insolvenz betroffen, die zunächst Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten werden. Zudem sollen Kunden und Geschäftspartner weiterhin von der insolventen Traditionsmarke Eterna vor dem Aus: 900 Mitarbeiter und 50 Filialen betroffen beliefert werden.
Als Ursachen für den Insolvenzantrag nennt das Unternehmen eine schwache Nachfrage sowie wirtschaftliche Unsicherheiten. Besonders stark gestiegene Energiepreise haben die Produktion des Porzellanherstellers erheblich belastet. Insbesondere im Gastronomiebereich sei in letzter Zeit eine spürbare Kaufzurückhaltung zu beobachten gewesen.
Die Unternehmensführung plant nun, einen strategischen Partner zu finden, um die Zukunft des Standorts in Thüringen zu sichern. Das Ziel besteht darin, die Produktion fortzuführen.
Für das traditionsreiche Unternehmen ist dies nicht die erste Krise. Bereits im Jahr 2020 musste die Porzellanmanufaktur Insolvenz anmelden. Geschäftsführer Jeschonowski übernahm damals die Leitung und initiierte eine Restrukturierung.
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