Archivbild: Eine Filiale von Mäc Geiz im Jahr 2019 in Berlin-Schöneberg.
Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz sieht sich mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung eingereicht. Diese Information wurde auf der offiziellen Webseite für Insolvenzbekanntmachungen veröffentlicht. Auch die MTH Retail Services (Germany) GmbH, die für die Verwaltung zuständig ist, ist von dem Antrag betroffen.
Filialbetrieb bleibt vorerst bestehen
Der Betrieb in den rund 180 Filialen soll zunächst fortgeführt werden. Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist eine grundlegende Neuausrichtung erforderlich, wie das Unternehmen mitteilte. Dies könnte auch Filialschließungen nach sich ziehen. Alle Standorte werden hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Lage und Rentabilität überprüft. Welche Filialen konkret betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar. Den Mitarbeitern wird laut Unternehmensangaben für drei Monate Insolvenzgeld gezahlt.
Hintergründe der Insolvenz
Mäc Geiz hat seinen Sitz in Landsberg, Sachsen-Anhalt, und die meisten Filialen befinden sich in Ostdeutschland. Nach eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen etwa 1.200 Mitarbeiter und vertreibt Produkte des täglichen Bedarfs, darunter Haushaltswaren, Drogerieartikel und Schreibwaren. Die Kette steht im Wettbewerb mit anderen Discountern wie Action, Tedi und Woolworth.
Der Insolvenzantrag wurde mit mehreren Faktoren begründet, darunter die anhaltende Zurückhaltung der Verbraucher, steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten. Zudem wurde die Kündigung der Warenkreditversicherung als ein weiterer Grund genannt. Erst kürzlich hatte ein Eigentümerwechsel stattgefunden, bei dem die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, die Kette übernahm.
Quellen: rbb24, ariva
Bildquelle: Sebastian Rittau via Wikimedia Commons (CC0)