Das Ölkartell Opec+ erwägt Insidern zufolge, die Ölförderung aufgrund der US-israelischen Angriffe auf den Iran stärker auszuweiten als ursprünglich geplant. Zwei mit den laufenden Beratungen vertraute Personen teilten am Samstag mit, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bereits ihre Exporte erhöht haben, um möglichen Lieferausfällen infolge des am Samstag begonnenen Militärschlags vorzubeugen.
Entscheidung über Fördermenge steht bevor
Eine Entscheidung über eine mögliche Erhöhung der Fördermenge könnte bei einem für diesen Sonntag anberaumten Treffen getroffen werden. Wie stark die Produktion zusätzlich angehoben werden könnte, sei jedoch noch nicht im Detail besprochen worden, erklärte einer der Insider. Ursprünglich war bei dem Treffen von acht Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer Partner lediglich eine moderate Anhebung vorgesehen.
Erwartete Produktionssteigerung im April
Delegierte berichteten, dass eine Erhöhung der Fördermenge um 137.000 Barrel pro Tag für April als wahrscheinlich galt. Diese Maßnahme sollte der steigenden Nachfrage im Sommer Rechnung tragen, die insbesondere durch die Hauptreisezeit in den USA bedingt ist.
Ölpreise steigen vor Konflikt
Bereits vor dem Ausbruch des Konflikts waren die Ölpreise aus Angst vor einer Eskalation gestiegen. Am Freitag erreichte der Preis für die Sorte Brent mit 73 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2025. Der Iran zählt zu den größten Produzenten innerhalb der Opec und hat einen Anteil von etwa 4,5 Prozent am globalen Ölangebot. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die geopolitischen Spannungen zu betrachten, wie sie in dem Artikel die Auswirkungen der Iran-USA-Israel-Beziehungen auf die Weltwirtschaft thematisiert werden.
Erhöhung der Exporte in der Region
Eine Anhebung im April würde eine dreimonatige Pause bei den Produktionssteigerungen beenden. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die größten Förderländer im Nahen Osten ihre Exporte bereits erhöht haben. So könnte der VAE-Ölproduzent Abu Dhabi im April mehr von seiner bedeutenden Sorte Murban exportieren, wie zwei Händler am Freitag berichteten. Auch Saudi-Arabien hat Insidern zufolge seine Ölproduktion und -exporte im Rahmen eines Notfallplans gesteigert. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete ebenfalls über eine mögliche stärkere Anhebung, basierend auf Informationen eines Delegierten. Diese Entwicklungen sind besonders tragisch, wenn man die jüngsten Ereignisse betrachtet, bei denen 85 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet wurden.
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Bildquelle: C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
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