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Weil Apple in China kauft: 350 Jobs fallen bei Batteriehersteller Varta weg | Politik

Der Batteriehersteller Varta steht vor der Schließung seines Werks in Nördlingen, was 350 Arbeitsplätze kosten wird. Grund ist der Verlust eines Großauftrags von Apple, der künftig Batterien für AirPods in China beziehen möchte.

Weil Apple in China kauft: 350 Jobs fallen bei Batteriehersteller Varta weg | Politik
mohamed abdelghaffar auf Pexels

Nördlingen (Bayern) – Der Batteriehersteller Varta steht vor einem herben Rückschlag: Im Herbst wird die Produktion in der bayerischen Fabrik in Nördlingen eingestellt, was zur Folge hat, dass etwa 350 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Diese Entscheidung wurde am Dienstagmorgen den Angestellten sowie dem Betriebsrat mitgeteilt.

Der Grund für die Schließung scheint in der Abwanderung eines Großauftrags zu liegen, der von dem iPhone-Hersteller Apple stammt. Obwohl Varta den Kunden offiziell nicht nannte, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass Apple künftig die Batterien für die nächste Generation seiner AirPods in China beziehen wird, wo die Preise günstiger sind. Dies stellt einen erheblichen Rückschlag für den Standort Nördlingen dar.

Hintergründe zur Entscheidung

In der Nördlinger Fabrik stellte Varta bislang die sogenannten „CoinPower“-Knopfzellen her, die für die kabellosen Kopfhörer von Apple bestimmt waren. Über Jahre hinweg galt Varta als vielversprechender Anbieter in diesem Technologiebereich. Doch die Abhängigkeit von Apple entwickelte sich zunehmend zum Problem. Varta hatte die Produktion auf Druck des Unternehmens stark ausgeweitet, während Apple gleichzeitig weitere Zulieferer ins Boot holte. Dies führte zu einem Rückgang der Nachfrage und setzte den Standort unter Druck.

Mit dem Verlust des Auftrags fehlt der Produktionsstätte nun die wirtschaftliche Basis. Varta erklärte: „Damit entfällt für die hochspezialisierte Produktionseinheit der VARTA Micro Production GmbH in Nördlingen die wirtschaftliche Grundlage und die damit verbundenen Arbeitsplätze.“ Varta-Chef Michael Ostermann äußerte sich besorgt über die „sehr einschneidenden Konsequenzen“ für den Standort und betonte, dass die Mitarbeiter vor Ort die Auswirkungen dieser Entwicklung nicht zu verantworten haben.

Zukunftsperspektiven für die Mitarbeiter

Das Unternehmen plant, gemeinsam mit dem Betriebsrat nach „sozialverträglichen Lösungen“ zu suchen und prüft, ob einige Mitarbeiter an anderen Standorten eine Anstellung finden können. Für Varta stellt die Schließung einen weiteren schweren Rückschlag dar. In den letzten Jahren hatte das Unternehmen bereits mit hohen Energiekosten, starker Konkurrenz aus Asien und schwankender Nachfrage nach kleinen Batteriezellen zu kämpfen.

Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die deutsche Industrie steht, insbesondere im Bereich der Batterietechnologie, wo internationale Wettbewerbsbedingungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.


Quellen: Bild, Handelsblatt

Bildquelle: mohamed abdelghaffar auf Pexels

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